Alle Hörspiele

Serie mit Urs Stämpfli in der Hauptrolle

Hörprobe:

Dummrum

Text, Regie, Musik (Komposition, Klavier, Gitarre, Trompete u.a.): Tom Heithoff

Saxofon: Christoph Collenberg

Sprecher: Urs Stämpfli, Rolf Hürter, Wulff Winkelvoss, Karine Winkelvoss, Vinzenz Weidner, Ulrike Rindt, Katharina Weidner, Christine Winkelvoss, Christine Möller, Helmut Winkelvoss, Claus-J. Effenberger, Thomas Schumacher, Mia Frimmer, Jan Hennings, Sarah Heithoff als Hund, Tom Heithoff
Autorenproduktion 2017

Die Aktiven, Schnellen, Vorlauten haben in unserer Welt das Sagen. Doch was ist mit den Dummrumstehern? Von denen spricht man nicht. Ihnen hört man nicht mal zu. Schade eigentlich, eröffnet das Dummrumstehen doch ungeahnte Möglichkeiten. Das Dummrumstehn beginnt, wenn das Warten zu Ende ist. Man könnte auch sagen: Wenn vom Warten nichts mehr zu erwarten ist. Time-Management und Effizienzwahn haben das Dummrumstehn zwar an den Rand gedrängt. Aber dort kann es richtig gut gedeihen.

Ursendung der Hörspielserie 20. Mai bis 12. August 2017 Deutschlandradio Kultur, immer samstags ca. 16 Uhr 50 (im Magazin Echtzeit) und online.


Mit Dominik Stein in der Hauptrolle

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Dominik Stein

Hörprobe:

Der Aufstand

Länge: 38 Minuten
Skript, Regie, Musik: Tom Heithoff
Mitwirkende: Dominik Stein, Christine und Helmut Winkelvoss, Lorenz Eberle, Tom Heithoff.
Autorenproduktion 2016
Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW 

Die Schere geht immer weiter auseinander. Der Kontostand steigt gnadenlos, und die Butter ist noch viel zu billig. Gar nicht zu reden vom allgemeinen Liebesentzug, von biergetränkten Kaschmirmänteln und vollgespuckten Cabrios. Keine leichte Situation für die Millionäre in unserer Gesellschaft. Niemand kann einen leiden, wenn man Geld hat, aber los wird man es auch nicht. Ausgegrenzt und erniedrigt fristet die Oberklasse ein tristes Leben, doch langsam regt sich Widerstand. Und die mutigsten Exemplare wagen sich sogar vors Mikrofon.

Ursendung SWR 2 Tandem am 11. Juli 2017 um 19 Uhr 20


2. Preis beim Dokka-Festival Karlsruhe 2017 (Kategorie Kurzdoku)

Kein Blut sehn

Hörprobe:

Länge 5 Min.
Skript, Regie, Musik: Tom Heithoff
Autorenproduktion 2017
Mit Lorenz Eberle, Tom Heithoff, Sarah Heithoff

Der neueste Trend heißt Skarifikation. Tattoo ist out, nun geht man in die Tiefe mit Skalpell, Brandeisen und Ätzlösung. Darüber müsste man mal ein Feature machen. Doch was tut man, wenn man ein Feature über einen Ort machen will, den man vor Angst nicht betreten kann? Kann es trotzdem ein Feature oder muss es ein Hörspiel werden?

Ursendung SWR 2 Tandem 26.6. 2017 um 10 Uhr 05 und 19 Uhr 20
Swr2 Mehrspur 9.7. 2017 um 19 Uhr 30


2. Preis beim Berliner Hörspielfestival 2017

Foto: Tom Heithoff

Hörprobe:

Stechen, Brennen, Hobeln
Länge 19:35
Mit Lorenz Eberle, Tom Heithoff
Skript, Regie, Musik: Tom Heithoff
Autorenproduktion 2016

Seine Karriere als Schönheitschirurg musste der Held wegen seiner zittrigen Hand schon früh aufgeben. Also hat er sich nach Alternativen umgesehen und ein Narbenstudio eröffnet. Hier kann er sich ausleben. Tattoo ist out, viel zu oberflächlich. Der Trend geht in die Tiefe. Man zeigt seine Wunden. Und wenn man keine hat, lässt man sich einfach welche machen. Lorenz Eberle führt uns durch die Welt der Stech-, Brenn- und Hobelinstrumente. Wer jetzt nicht gleich einen Termin macht, hat wahrscheinlich recht.

Ungefakte Informationen werden zu Spielsteinen einer fiktiven Dokumentation des Grauens in einer blutigen Zeit.


Nominiert für den ARD Kurzhörspielpreis Pinball 2016

Foto:Tom Heithoff

Hörprobe:

Die Lücke

Länge: 6’30’’
Sprecher: Karine Winkelvoss, Wulff Winkelvoss, Christine Winkelvoss, Helmut Winkelvoss, Tom Heithoff, Juliette und Sarah Heithoff, Johannes Grützke
Autorenproduktion / Skript, Regie, Musik: Tom Heithoff (2016)

Dass Männer nicht einparken können, ist bekannt. Doch dieser kann es besonders schlecht. Da sind gute Tipps von der Rückbank natürlich willkommen. Eine kleine Irrfahrt durch die Welt der großen und kleinen Parklücken mit einem nur mäßig guten Ausgang,

Ursendung 18.10.2016 um 19 Uhr 20 auf swr2 Tandem


1. Preis beim Berliner Hörspielfestival 2015:

Lavie Hörprobe:

La vie en rose – Vom Leben und Überleben in Paris

Länge: 40:29 (auch als 8 x 5-Minuten-Serie)
Sprecher: Lorenz Eberle
Skript, Regie: Tom Heithoff
Autorenproduktion 2014  

Er wollte eigentlich eine Unilaufbahn einschlagen. Jetzt arbeitet er in einem miesen „Sauladen“ in der Vorstadt. Seit 20 Jahren lebt er in Paris, die Doktorarbeit ist immer noch nicht fertig, und mehr als 18 Quadratmeter Wohnfläche sind nicht drin. Aber zu Hause ist er eh selten, denn er verbringt drei bis vier Stunden pro Tag in Metro oder S-Bahn. Während die Franzosen sich langen Abendessenritualen hingeben, liebt er sein Essen kalt und aus der Dose. Und er jammert auch nicht, wenn er drei Mal im Jahr von den hochprofessionellen Pariser Dieben nach allen Regeln der Kunst ausgenommen wird.
Der Held dieses Pariser Tagebuchs, Lorenz Eberle, schlüpft in eine Rolle, die in allen Belangen mit seinem eigenen Leben zu tun hat, aber dennoch über das rein Dokumentarische hinausgeht. La vie en rose – Vom Leben und Überleben in Paris erzählt von einem Menschen, der in einer engen, lauten, überfüllten Stadt nicht unterzugehen versucht, und zeichnet über eine mitunter ins Groteske kippende Perspektive das Porträt einer Stadt, die es einem nicht leicht macht, aber der man dennoch verfallen kann – wenn man die richtige Einstellung hat.
Aus der Begründung der Jury:
“Die Übel“, steht als Motto über Tom Heithoffs Webseite „die Übel bleiben doch immer unter ihren Möglichkeiten.“ Ein Motto, das auch die Existenz der Figur beschreibt, die in seinem 8-teiligen Hörspiel „La vie en rose – Vom Leben und Überleben in Paris“ porträtiert wird. Aber porträtiert wäre schon das falsche Wort, denn der Sprecher, dem wir 40 Minuten lang zuhören, ist weder der Gegenstand dieses Hörspiels, noch ist er eine Erfindung des Autors. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes sein Protagonist. Denn Lorenz Eberle, so heißt die namenlose Hauptfigur, gibt es wirklich und es ist nicht das erste Mal, dass er in einem Hörspiel von Tom Heithoff auftaucht. Dadurch dass er hier aber selbst in seine eigene Rolle schlüpft, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.
Wir hören einer Person zu, die den Kopf in den Wolken hat, und ihn sich doch permanent an der zu niedrigen Decke seines winzigen Appartements stößt. Einer dem mindestens einmal im Jahr das Mobiltelefon und/oder die Kreditkarte geklaut werden, und der trotzdem der Polizei vorsätzlich nur „sehr abstrakte“ Täterbeschreibungen liefert.
Er ist einer, der seit zwanzig Jahren nicht eigentlich in, sondern gegen Paris lebt. Gegen die miesen Wohnverhältnisse, gegen den Verkehrsinfarkt, gegen die autoritäre Arbeitskultur und nicht zuletzt gegen die völlig überschätze französische Esskultur. Lorenz Eberle spielt einen jener Beleidigten und Erniedrigten, der trotz allem wild entschlossen sind, die Welt in rosarot zu sehen. Das ist einerseits umwerfend komisch und andererseits auch ziemlich traurig.
Tom Heithoffs Hörspiel ist – dann doch – ein atmosphärisch dichtes Porträt geworden. Ein Doppelporträt. Einerseits eine Liebeserklärung an den begnadeten Radioperformer Lorenz Eberle und andererseits ein Porträt der Stadt Paris, die zwar kein freundlicher Ort ist, aber wenigstens unter ihren üblen Möglichkeiten bleibt. Dafür vielen Dank, Tom Heithoff.
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Ursendung Deutschlandradio Kultur (als 8 x 5 – Minuten-Serie in „Echtzeit“, Redaktion Tanja Runow). Sendedaten: 16., 23., 30. August, 6., 13., 20., 27. September, 4. Oktober 2014 jeweils 16 Uhr 55.
Ursendung Langfassung 2.5. 2015 Deutschlandradio Kultur „Echtzeit“ um 16 Uhr 05.
29.9.2015 swr2 Tandem um 19 Uhr 20
4.1.2016 deutschlandradio kultur um 0 Uhr 05


 

kopf012 Hörprobe:

Kopfproblem

Länge: 5’45“
Sprecher: Dominik Stein, Jan Hennings, Tom Heithoff
Skript, Regie: Tom Heithoff
Musik (Trompete, Gitarre, Bass): Tom Heithoff
Autorenproduktion 2012

Drei Herren und eine Frage. Wie groß muss, wie groß darf er sein, der Kopf? Ein Gespräch über Vor- und Nachteile von schrumpfenden Schädeln mit abschließender Beruhigung aller Beteiligten.

Nominiert für den ARD-Preis „Premiere im Netz“ 2012
Ursendung 15.1.2013 auf swr 2 tandem 19 Uhr 20


 

Akkord Hörprobe:

Akkordeonistenvernichtung

Länge: 6’46“
Sprecher: Lorenz Eberle, Tom Heithoff
Skript, Regie: Tom Heithoff
Autorenproduktion 2012

Er sitzt unter dem Fenster und lärmt von morgens bis abends. Der Akkordeonist kennt kein Erbarmen. Der Mieter darüber kann nicht mehr. Ein Gespräch über eine mögliche oder unmögliche Akkordeonistenvernichtung.

Nominiert für den track’5 Hörspielpreis des ORF 2012
Ursendung Deutschlandradio Kultur „Freispiel – Kurzstrecke“ 30.12. 2013 um 0 Uhr 05,
SWR 2 Tandem am 12.5. 2015 um 19 Uhr 20


Salzwasser

Länge 15 min.
Mit Helmut Winkelvoss, Tom Heithoff
Skript, Regie, Musik: Tom Heithoff
Autorenproduktion 2011

Der Herr hat ein Problem. Gar nicht so einfach, das viele Geld auszugeben. Wie gut, dass es Jachten gibt. Die bringen Bewegung auf dem Konto. Nachteil: Man braucht einen Knecht für die Drecksarbeit. Der muss die Muscheln vom Rumpf kratzen und fragt sich, warum der Herr sich immer neue Jachten kauft, anstatt ihn fürstlich zu entlohnen. Aber immerhin bezahlt er überhaupt etwas, und das macht die Sache kompliziert. Denn wenn der Knecht gegen den Herrn wäre, wäre er auch gegen seine Bezahlung.
Am Ende jedes Sommers wird der Knecht über Bord geworfen und soll nach Hause schwimmen. So lernt er was fürs Leben. Und vielleicht wird auch er irgendwann ein Herr. Doch der Knecht sitzt am Ende immer noch am Strand einer einsamen Insel.

Ursendung SWR2 Tandem am 10. Januar 2012 um 19 Uhr 20.
Nominiert für den ARD-Preis „Premiere im Netz“ 2011.
Nominiert für das „Kurze brennende Mikro“ beim Berliner Hörspielfestival 2012


 

fisch3 Hörprobe:

Leben und leben lassen

Länge: 46’20’’ (auch 33 Min.)
Autorenproduktion/Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff ( 2011)
Mit Lorenz Eberle (Frauenmörder), Timo Sturm (Totreder), Thomas Schumacher (Schülerquäler), Tom Heithoff (Jogger)

Ein Ehemann verbuddelt am Ende seine Frau im Wald. Ein Lehrer drangsaliert seine Schüler. Ein Schwätzer unterdrückt seine bessere Hälfte auf subtilere Weise. Und dann läuft da noch einer in Joggingschuhen durch die Gegend und tut sich selbst Gewalt an. Auch das geht nicht richtig gut aus. Vier sich kreuzende Lebensgeschichten zwischen realer Gewalt und absurder Phantasie.
Ursendung 13.3.2012 um 19 Uhr 20 auf swr2 Tandem (gekürzte Fassung)


 

1. Preis beim Berliner Hörspielfestival 2009 (Kategorie Bestes Langhörspiel) und
1. Preis beim Leipziger Hörspielsommer 2009 (Kategorie Beste Geschichte):

tomgitarre                             pressplay3 Hörprobe:

Hundelebensberatung

Länge: 49′ 29“
Autorenproduktion/Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff (2009)
Mit Dominik Stein, Lorenz Eberle, Christine Winkelvoss, Helmut Winkelvoss, Tom Heithoff

Diesseits und jenseits des Schreibtisches sitzen sie, die armen Hunde. Ein Hartz-4-Empfänger (der arme Hund) bekommt als Eingliederungsmaßnahme einen Köter (auch das ein armer Hund) aufgedrückt. Leider hasst er die Viecher. Der Beamte vom Arbeitsamt (das ist jetzt schon der dritte arme Hund) muss die absurde Maßnahme rechtfertigen. Ein Hundepsychologe und eine Tierheimberaterin geben flankierende Auskünfte zum Thema. Und es wird klar: Unser Hundeleben wird erst durch die richtige Beratung richtig schlecht.
Aus der Begründung der Jury Leipzig (mit Antje Vowinckel u.a.) : „Heithoff gelingt es meisterlich, die innere Dynamik dieses unfreiwilligen Beratungsgesprächs zu etablieren und – im Gegensatz zu manch anderem Stück des Wettbewerbs – auch über 45 Minuten zu entfalten und zu variieren. Heithoff verteilt seine Sympathie nahezu gleich zwischen den beiden Protagonisten, versteckt sich nicht hinter sorgsam ventilierter Political correctness, sondern spielt einfallsreich und detailgenau mit landläufigen Vorbehalten und Klischees.“ Aus der Begründung der Jury Berlin (mit Jochen Meißner, Barbara Meerkötter, Alexander Schuhmacher u.a.) : „Dass ein Klient, der es zu einer gewissen Meisterschaft in hinhaltendem Widerstand gebracht hat, es seinem Fallmanager  nicht allzu einfach machen wird, ist der Treibstoff, der die Dialoge ins Absurde treibt, ohne im Bloß-Komischen, das lediglich auf Pointen aus ist, stecken zu bleiben. Die Genauigkeit in der Improvisation, sowie die Kommentare der „Experten“ verleihen dem Stück einen hohen Grad an Plausibilität und Realismus…“
Ursendung am 15. Februar 2010 um 0 Uhr 05 im Deutschlandradio Kultur –
4. November, 18 Uhr, SR 2    –    9. November, 23 Uhr, WDR 1live

Das Stück befindet sich auf der CD Pressplay 3 – Anthologie der freien Hörspielszene, Mairisch Verlag Hamburg 2012.


 

Gewinner des ORF- Hörspielpreises Track‘ 5 2009:

dreck Hörprobe:

Dreck

Länge: 7  Minuten
Autorenproduktion/Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff (2009)
Mit Julia Garraio, Jan Hennings, Niki Kandioler, Franco Stirpe, Friederike Teuber, Ursel Zetzsche, Tom Heithoff

Sie sind winzigklein, machen keinen Lärm und verstecken sich am liebsten im Bett, im Spülschwamm oder im Kühlschrank. Bakterien und Milben sind unsere täglichen ungeliebten Lebensbegleiter. Ignorieren oder Totschlagen? Das ist hier die Frage. Feudelnde Hausfrauen und -männer sprechen über ihr Verhältnis zu den angstauslösenden Kleinstorganismen. Überlebensstrategien zwischen Sagrotan und Gelassenheit.
Sendung am 3. März 2009 um 21 Uhr auf ORF 1


 

2. Preis beim Berliner Hörspielfestival 2008:

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Ganz neue Männer

Länge: 15  Minuten
Autorenproduktion/Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff (2008)
Mit Dominik Stein, Jan Hennings, Karine Winkelvoss, Tom Heithoff

Eine Eckkneipe am Berliner Hermannplatz mausert sich zum Umschlagplatz für Haushaltsfragen. Eine neue Generation von Biertrinkern macht sich am Tresen breit. Man redet nicht mehr über Autos und Frauen, sondern über Staub und Bakterien. Sowas gab’s früher nicht. „Ganz neue Männer“, staunt die Wirtin. Und die muss es ja wissen oder?  Drei fiktive Episoden aus dem Eckkneipenmillieu.


 

Finalist beim artmix-Wettbewerb 2008 des Bayerischen Rundfunks „Imaginäre Landschaften“:

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Domstadtlandschaftslabyrinth

Länge: 3′ 33“
Autorenproduktion/ Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff (2008)
Mit Ercan Aker, Lorenz Eberle, Tom Heithoff, Frédéric Fruteau de Laclos, Patricia Gavilanes, Anne Teulade, Karine Winkelvoss, Nicolas Zorbas

Ein Mann sucht den Dom. Doch niemand kann ihm helfen. Die Passanten kennen sich nicht aus oder suchen selbst etwas anderes. Eine einfache Frage provoziert ein absurdes Auskunftsgeflecht, in dem sich der Held immer mehr verfängt. Der totalen Verwirrung folgt jedoch eine überraschende Erkenntnis.
Sendung am 28.November 2008 auf BR 2 artmix 20 Uhr 30


 

Gewinner des Hörspiel-Nachwuchspreises der Leipziger Buchmesse 2007:

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Gelöst, entspannt und locker

Länge: 16′ 21“
Autorenproduktion/ Skript, Regie: Tom Heithoff (2007)
Mit Lorenz Eberle, Tom Heithoff, einem Jahrmarktsarbeiter und der Stimme eines Entspannungstrainers.

Kann man beim Aufschlagen einer Zeitung locker bleiben? Oder bei der täglichen Fahrt mit der S-Bahn? Gründe, die Fassung zu verlieren, gibt es massenhaft. Wie gut, dass die Zwischenrufe des Entspannungstrainers das Schlimmste verhüten. Nur bei einem hilft auch das nichts mehr. Er landet in der Psychiatrie – stellvertretend für uns alle.
Sendung SWR 2 am  22. Januar 2008  22 Uhr
Gelöst, entspannt und locker befindet sich in guter Gesellschaft auf der CD Pressplay 2 – Anthologie der freien Hörspielszene, Mairisch Verlag Hamburg 2008.


 

Nominiert für den ARD-Hörspielpreis „Premiere im Netz“ 2007:

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Idiot des Jahres

Länge: 13 Minuten
Autorenproduktion/ Skript, Musik, Regie: Tom Heithoff (2007)
Ton: Thomas Schumacher und Tom Heithoff
Mit Lorenz Eberle, Tom Heithoff.

Er schaut nicht nach oben, wo alle hinwollen. Sein Blick geht nach unten. Dort verlaufen die Grenzen, die er überspringen will, wenn er versucht „immer noch ’n Stück blöder zu werden“. Idiot ist für ihn kein Schimpfwort, sondern ein ehrenwerter Titel. Idiot des Jahres zu werden, ist sein Traum (man sieht: auch Idioten sind nicht frei von Eitelkeit). Endlich hat er die verdiente Anerkennung samt Trophäe erhalten. Die Auszeichnung gilt einem, der seit 18 Jahren im Keller arbeitet und kein Licht und kein Land mehr sieht. Ein verkehrter Preisträger gibt in diesem halb surrealistischen Fast-Monolog Auskunft.
Ursendung SWR 2 am  22. Januar 2008  22 Uhr


 

Schlaf, Wärter, schlaf

Länge: 3′ 04“
Autorenproduktion/ Skript, Ton, Regie: Tom Heithoff (2007)
Mit  Wiener Museumsbesuchern, Tom Heithoff

Konzentrierte Stille im Kunsttempel? Davon kann keine Rede sein.  Drei Minuten, die deutlich machen, warum es dem armen Museumswärter nicht gelingen kann, während der Arbeit zu schlafen. Nicht einmal am Sonntag.
Ursendung  BR 2   7. 9. 2007 um 20 Uhr 30 (Hörspiel-Artmix)
Das Stück wurde in die artmix.galerie des Bayerischen Rundfunks aufgenommen


 

Scholle gibt einen Rat

Länge: 3′ 20“
Autorenproduktion/  Skript, Sound, Regie: Tom Heithoff (2006/8)
Mit Klaus Massa, Timo Sturm, Friederike Teuber

Eine kurze Auskunft nur will der Anrufer vom Rechtsanwalt. Es geht um sein Testament.  Aus Rechtsanwalt Scholles Mund ergießt sich ein Schwall von juristischen Unverständlichkeiten. Der Anrufer bleibt ratlos zurück, niedergeschmettert vom Juristen(deutsch).
Ursendung SWR 2  4.3.2009  (22 Uhr 05)


 

Zu heiß gebadet

Länge: 7′ 20“
Autorenproduktion/ Text, Musik, Regie: Tom Heithoff (2005)
unter Verwendung von (neu gemischtem) Originalton (Nachrichtensprecher Volker Andreas Thieme). Mit Karine Winkelvoss und Tom Heithoff

Nach einem längeren Verschwinden nimmt der Held ein Bad. Da er schon lange keine Nachrichten mehr gehört hat, schaltet er das Radio ein. Und da klatschen so unglaubliche Meldungen auf ihn ein, daß er seinen Ohren nicht traut. Geht hier denn alles drunter und drüber? Ältere Arbeitslose sollen abgeschoben werden. Das amerikanische Militär bekämpft aufständische Arbeitslose. In der Bundesagentur für Arbeit geht eine Bombe hoch. Seine Frau Olga versteht nicht, warum ihr Mann so aufgeregt ist. Hat er etwa nur zu heiß gebadet? Eine fiktive Zeitanalyse für einen Badewanneninsassen.
Ursendung SWR 2 21. 7. 2006  (14 Uhr 05)


 

Jahrmarktsbellen

Länge: 7′ 18“
Autorenproduktion/ Skript, Ton, Musik, Regie: Tom Heithoff (2005)

Mit Jahrmarktsarbeitern der Neuköllner Maientage 2005 in der Berliner Hasenheide
Ein akustischer Schimpfreigen mit Jahrmarktsmusike. Hilfsarbeiter und Tagelöhner kommentieren die Wiedervereinigung. Akustische Momentaufnahmen aus einer Welt, in der nicht parliert, sondern gebellt wird.
Ursendung  SWR 2   9. Dezember 2005  (14 Uhr)


 

Geschirrspülmittel

Länge: 4′ 10“
Autorenproduktion/ Skript, Musik, Regie: Tom Heithoff (2005)
Mit Frederic Fruteau de Laclos, Karine Winkelvoss, Tom Heithoff

Das Wort Geschirrspülmittel hat es in sich. Vor allem für den ausländischen Kaufhausbesucher. Deswegen übt er im Gehen die Aussprache. Auf dem Weg in die (ebenso schwer auszusprechende) Haushaltswarenabteilung verliebt sich der etwas trottelige Fremde in die Verkäuferin. Er will ihr schließlich sogar sein Geschirr zeigen. Ein   kleines melancholisches Abenteuer zwischen Spülmitteln und Nußknackerwerbung.
Finalist beim Kurzhörspielwettbewerb des ORF 2006
Ursendung ORF 1  29. 4. 2006  (14 Uhr 05)


 

Frau Schruppke

Länge: 7′ 25“  (auch  5′ 32“)
Autorenproduktion/ Skript, Musik, Regie: Tom Heithoff (2005)
Mit Dominik Stein, Karine Winkelvoss, Tom Heithoff und zwei Enten

Für Frau Schruppke ist dieser Tag ein ganz besonderer Tag. Sie wird von ihrem angehimmelten Chef auf sein Boot eingeladen. Der Chef aber hat alles andere als amouröse Absichten. Die Geschäfte laufen schlecht und  Frau Schruppke, seine Sektretärin, tippt ihm sowieso nicht schnell genug. Irgendwann wird ihr klar, dass er sie loswerden will. Und dann verwandelt sich die naive Frau Schruppke plötzlich in eine stille Rächerin. Dabei schreckt sie nicht einmal ihr eigener Untergang.
Ursendung ORF 1  26. März 2005 (14 Uhr)


 

Schöne Grüße, Euer W.

Länge: 5′ 51“
Autorenproduktion/ Skript, Stimme, Ton, Regie: Tom Heithoff (2004)

Nur noch wenige Tage – dann kommen die Freunde aus dem Urlaub zurück. Zu dumm, dass deren Wohnung, in der er die Blumen gießen sollte, kaum noch wiederzuerkennen ist. Einiges ist schiefgelaufen. Deshalb schreibt er einen Brief an die Noch-Urlauber, um sie vorzubereiten auf den veränderten Zustand ihres Zuhauses.
Ursendung ORF 1  9. April 2005 (14 Uhr)
Das Stück befindet sich auf der CD Pressplay 1 – Anthologie der freien Hörspielszene, Mairisch Verlag Hamburg 2006.


 

Taxi

Länge: 10′ 31“
Autorenproduktion/ Skript, Stimmen, Regie: Tom Heithoff (2004)

Er sitzt im Taxi. Er ist pleite. Er kommt aus der Spielbank. Ohne Punkt und Komma redet der Fahrgast über Dampfbügeleisen, verrostete Schuhcremedosen und andere zentrale Lebensprobleme. Der Taxifahrer hat alle Mühe, das anwachsende  Geschwall abzuwehren. Am Ende sind seine Nerven so angegriffen, dass es für ihn kein happy-end gibt.
2. Platz beim Plopp!-Wettbewerb der Akademie der Künste 2004
Ursendung Deutschlandradio 3. Januar 2005 (00 Uhr 05)


 

Polizei

Länge: 2′ 02“
Autorenproduktion (Collage)/ Idee: Tom Heithoff (2004)

Die Polizei – dein Freund und Helfer? Nicht immer. Hier wird die Wache zu einem Irrenhaus. Eine Handtasche ist gestohlen worden. Am Ende glaubt die Bestohlene, selbst verschwunden zu sein.
Ursendung  RBB KULTURRADIO 4. März 2005 (13 Uhr 15)


 

Hauptpost

Länge: 1′ 37“
Autorenproduktion (Collage)/ Idee, Sound, Musik: Tom Heithoff (2003)
Mit Karine Winkelvoss (Geige)  und Bénédicte Savoy (Trompete)

Wie komme ich zur Hauptpost? Eine Frau im Auto fragt nach dem Weg. Sprechübungen  eines Deutschkurses entwickeln sich zu einer absurden Alltagsszene mit Hupkonzert.
Uraufgeführt beim „Hörspielkino unterm Sternenhimmel“ im Zeiss-Großplanetarium Berlin am 19. November 2004. Die Langversion unter dem Titel „Wer nicht fragt, der nicht gewinnt“, Länge: 3’35“, wurde urgesendet im RBB KULTURRADIO am 28. Februar 2005 (13 Uhr 15)


 

Flugzeug

Länge: 5′ 12“
Autorenproduktion/ Skript, Regie: Tom Heithoff (2003)
Mit Frederic Fruteau de Laclos und Anne Teulade

Eine schöne Stewardess macht den Fluggast ganz konfus. Er bestellt und bestellt, um sie in seiner Nähe zu haben: Apfel, Bratwurst, Wackelpudding. Doch schon sind sie gelandet, und die Stewardess hat noch nicht mal die Tabletts eingesammelt. Eine komische, traurige Begegnung über den Wolken.
Finalist beim Kurzhörspielwettbewerb des ORF 2005
Ursendung ORF 1  26. März 2005 (14 Uhr)


 

Plato

(1973, 60 Minuten) Kassetten-Hörspiel, das aus der 1800maligen Wiederholung des Wortes PLATO besteht. Lehrstück für einen depressiven Graupapagei, der auf diese Weise endlich seinen Namen lernen sollte, was er aber nicht tat, sondern stattdessen noch depressiver wurde. Der Autor lernte dagegen viel über die begrenzte Wirksamkeit von Hörspielereien. Stück ist verschollen.
Diesem künstlerisch-zoologischen Misserfolg folgte eine 30 Jahre währende schöpferische Hörspielpause